interviewt

Gestern hatte ich mein Interview bei AFS in Zürich. Das war ein sehr... spannender Tag. =) Ich erzähl einfach mal der Reihe nach...

 

Also, am Morgen habe ich die Sachen für Zürich bereit gemacht, bevor ich in die Schule ging. Zwei laaange Lektionen Geografie, ich war irgendwie sehr nervös. Danach musste ich schon gehen, bin schnell nach Hause, habe die andere Tasche geholt und an den Bahnhof gefahren. Mit dem Zug nach Olten, dabei habe ich Arabisch gelernt. In Olten musste ich dann auf den Zug nach Zürich umsteigen. Kaum sass ich da drin, gab es eine Lautsprecherdurchsage: "Sehr geehrte Fahrgäste, ...". Zwischen Olten und Aarau hatte es einen Personenunfall gegeben, man müsse mit Verspätungen und Zugsausfällen rechnen. Irgendwie habe ich die ganze Zeit gespürt, dass genau sowas passieren würde. ;-) Ich war jedenfalls gar nicht überrascht. Eigentlich wäre ich etwa eine halbe Stunde zu früh dagewesen, also hat mich das Ganze noch nicht gestresst. Etwas später ist dann der Zugschef gekommen und hat gesagt, dass der Zug noch nicht abfahren könne, sie wissen auch noch nichts Genaues, aber es kann sein, dass der Zug maximal eine Stunde warten muss. Innerhalb von etwa einer Minute hat fast der ganze Wagen telefoniert. Naja, ich kann ja nichts daran ändern, also warte ich einfach mal. Nach etwa fünf Minuten gab es die nächste Lautsprecherdurchsage: Sie wüssten immer noch nicht mehr und würden auch noch warten. Aha, gut. =) Gleich danach gab's nochmal eine Lautspecherdurchsage. Ahh, jetzt haben sie doch Neuigkeiten bekommen. Nein! "Sehr geehrte Fahrgäste, falls jemand das Bedürfnis hat, eine Zigarette auf dem Perron zu rauchen, wäre jetzt die Gelegenheit dazu. Falls es weitergehen sollte, werde ich laut pfeifen, damit es alle hören". Das fand ich dann gerade seehr lustig... :-D Nach mindestens drei weiteren Lautsprecherdurchsagen sind wir dann eine halbe Stunde zu spät in Zürich angekommen. Also, die SBB informieren ihre Passagiere wirklich sehr gut...

 

Am Bahnhof in Zürich habe ich dann sogar gleich die richtige Bushaltestelle gefunden. Als ich dann später wieder aus dem Bus ausstieg, war ich erstmal ein bisschen verwirrt. Ich wusste, dass ich nach links muss, aber gerade vor dem Anhalten ist der Bus noch in der Kreuzung abgebogen... Ich habe dann aber das richtige Strassenschild gesehen und bin die Strasse runtergelaufen. Aber irgendwie war der die Strasse, in die ich dann abbiegen sollte, überhaupt nicht die Richtige. Ich habe es dann doch noch gefunden, die erste Strasse war doch nicht die richtige.

 

Naja, dann bin ich dann im AFS-Büro angekommen, ein bisschen zu spät und ziemlich ausser Atem (AFS ist im 3. Stock, ich hätte ja eigentlich auch den Lift nehmen können...). Die Interviewer haben schon auf mich gewartet, sie nahmen mir die Verspätung aber nicht böse. Ja, dann war eben das Interview mit drei Interviewern (eine Gastmutter & Mutter von Austauschschülerinnen, ein ehemaliger USA-Austauschschüler und der Praktikant von AFS). Sie haben mir einfach Fragen gestellt über mich, Familie, Freunde, Hobbies, usw. Also eher weniger über das Austauschjahr, sondern mehr zum mich kennenlernen. Ein bisschen etwas zu Länderwahl und so haben sie zwar auch noch gefragt. Naja, die Zeit ging eigentlich ganz schnell vorbei. Ich glaube, es ist nicht schlecht gelaufen, ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, dass sie sehr an mir zweifeln... Nur hat der eine am Schluss noch was gesagt wegen dem Land, dass sie noch schauen müssen, aber vielleicht ginge es ja. Hat also nicht sehr gut getönt, aber ich hab's auch nicht ganz richtig mitbekommen. Und in zehn Tagen bekomme ich Bescheid, ob ich angenommen bin.

 

Beim zurücklaufen habe ich dann noch gemerkt, dass das Strassenschild in die falsche Richtung schaut. Es hängen zwei Schilder mit unterschiedlichen Strassen genau übereinander, nur das eine war ein kleines bisschen schief.... Egal, ich hatte es ja trotzdem noch gefunden. Die Suche ging gleich mit der Busstation weiter, die war nämlich nicht am gleichen Ort wie die Busstation für in die andere Richtung. Auch das habe ich dann irgendwann gefunden, ziemlich weit von der anderen weg, das ist echt unübersichtlich...

 

Der Rest der Rückreise hat geklappt (mal von ziemlichem Stress am Bahnhof Zürich abgesehen). Danach durfte ich nochmal in die Schule, und dann war dieser Tag eigentlich auch vorbei. Und ich war echt müde.

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Ja, ich bin eine schreckliche Blogschreiberin. In letzter Zeit habe ich es eigentlich sogar fast geschafft, mein Versprechen einzuhalten und zwei Artikel pro Woche zu schreiben. Nur habe ich immer nur damit begonnen und sie nicht zu Ende geschrieben. Das hole ich gerade nach und lade die Artikel dann nach und nach hoch. Fragt euch also nicht, wenn ploetzlich ein Blogartikel von Ende Februar auftaucht, den ihr vorher noch nie gesehen habt! Kürzlich hochgeladen:

Dieser blog soll euch während meinem austauschjahr in china 2011/2012 ein bisschen auf dem laufenden halten.

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