angekommen

Heute ist mein zwölfter Tag in China, der neunte in Nanchang. Es ist schon so viel passiert, ich weiss gar nicht, was ich schreiben soll.

 

Mit der Reise nach Peking hat alles geklappt. Fliegen ist… naja, nicht viel anders als Zug fahren. Ausser dass man so unglaublich schnell am Ziel ist.

 

Am Freitagmorgen sind wir nach einer sechs Stunden zu kurzen Nacht in Peking angekommen. Das war so unglaublic. Whaaa, wir sind in China! Wir wurden von ein paar AFSern abgeholt und zuerst mal in den McDonald’s geschleppt (Wir waren doch gar nicht hungrig, und wennschon hätten wir lieber Chinesisch gehabt, aber sie meinten es ja nur gut). Nachher mussten wir ein paar Stunden am Flughafen warten, bis die Ungarin, die Dänen, die Spanier, die Kanadierinnen und die Japaner angekommen waren. In dieser Zeit habe ich noch meine ersten Yuan gewechselt. Dann sind wir dann irgendwann endlich mit dem Car etwa eine Stunde lang ins Hotel gefahren, wo wir das Orientation Camp hatten.

Wir sind wirklich ziemlich viele Leute: irgendwie 70 Thailänder, 50 Italiener, 40 Amerikaner, 30 Deutsche, dann noch ein paar Europäer und ganz Wenige aus Kanada, Lateinamerika und Neuseeland. Also wahrscheinlich etwa 250 Leute. Und dann hatte es im Camp natürlich noch die chinesischen AFSer, Staff und Volunteers (ehemalige Austauschschüler). Über das Camp kann ich jetzt nicht viel Interessantes schreiben, es gab noch ein paar Informationen und sonstiges Programm.

Der Blick aus dem Hotelfenster. Jaa, ich muss das mit den Panoramafotos noch ein bisschen üben...
Der Blick aus dem Hotelfenster. Jaa, ich muss das mit den Panoramafotos noch ein bisschen üben...

Und natürlich den Ausflug auf die chinesische Mauer. Wir sind mit dem Car etwa zwei Stunden hingefahren. Chinesischer Verkehr: Ob es Regeln gäbe, weiss ich nicht, falls ja, bekommt man auf jeden Fall nichts davon mit (Okay, Ampeln werden manchmal beachtet). Und Chinesen hupen anscheinend sehr gerne. Wir waren auf dem touristischsten Teil der Mauer, der heisst „Badaling“ und gehört noch zu Peking, ist aber ein bisschen ausserhalb der Stadt. Dort hatten wir zuerst mal unsere erste Begegnung mit einem chinesischen WC (Ich mach dann mal ein Foto :-D). Nachher sind wir auf die Mauer gegangen. Es sieht wirklich aus wie auf den Fotos und ist schon ziemlich beeindruckend. Und es war sooo heiss, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie das dann in Nanchang wird, wenn es schon in Peking so heiss ist.

Das Essen im Hotel war... nicht gut. Das war ein rieeeesen Speisesaal voll mit runden Tischen, und es gab ein grosses Buffet. Aber Auswahl bringt auch nichts, wenn alles etwa gleich ungeniessbar ist. :-)

 

Zwischen Sonntagnachmittag und Montagnachmittag sind dann alle abgereist und sind mit dem Zug (ein paar wenige auch mit dem Flugzeug oder dem Bus) in ihre Stadt gefahren. Wir sind jetzt doch drei Leute, die in Nanchang sind, Leon aus Deutschland, Luisa aus Italien und ich. Und in Jiujiang (das ist eine andere Stadt in der Provinz Jiangxi, nur etwa hundert Kilometer nördlich von Nanchang am Jangtse (Auf Chinesisch heisst der übrigens Changjiang, keine Ahnung wieso der bei uns Jangtse heisst)) hat es auch nochmal vier Leute. Vom Hotel sind wir mit dem Car in die Nähe des Bahnhofs gefahren, und dann noch eine kleine Strecke gelaufen. Mit unserem ganzen Gepäck über chinesische Troittoirs. Keine gute Kombination. Das muss auch ausgesehen haben, als wir mit unseren Rollkoffern über Kies und was-weiss-ich-alles geholpert sind. Aber ich muss sagen, mein Koffer ist super. :-) Der Bahnhof war riesig und irgendwie mehr wie ein Flughafen als ein Bahnhof, wie wir ihn kennen. Bevor man rein darf, wir zuerst einmal das Gepäck durchleuchtet. Und dann muss man irgendwo das Ticket zeigen, dann darf man in eine Wartehalle, wo es wieder vier Tore hat, jedes für einen Zug. Wir haben dann dort ziemlich lange gewartet, bis dieses Tor aufgemacht hat und haben uns das erste Mal wie im „richtigen“ China gefühlt. (Eine riesige Halle vollgestopft mit Chinesen, wirklich nur Chinesen, die Hälfte hat noch ihr eigener Hocker dabei, alle starren uns an, dann sind noch ein paar Mädchen gekommen und wollten Fotos mit uns machen). Jaja. Irgendwann hat das Tor dann geöffnet, wir konnten zu unserem Gleis runtergehen und dort mussten wir dann unser Ticket zu so einer Plastikkarte umtauschen. Der Nachtzug (Yees, wir haben nummerierte Plätze und yeeees, es sind Betten!) war eigentlich nicht viel anders als in Europa. Ausser dass es keine Abteiltüren gab, kein Frühstück, kein laufendes Wasser und naja, die Toilette… Wir hatten ein interessantes Gespräch mit zwei Chinesen in unserem Abteil und danach habe ich die ganze Nacht lang wunderbar geschlafen. Am Morgen hat der Zug zuerst in irgendeiner Stadt und nachher in Jiujiang gehalten und kam um halb acht in Nanchang an.

Der erste Eindruck von Nanchang: Heiss! Als wir ankamen, stand Miss Li, die AFS Lehrerin unserer Schule, direkt vor unserer Waggontür (Keine Ahnung, wie sie das geschafft hat) und hat uns zu unseren Gastfamilien gebracht, die am Bahnhof warteten. Der Onkel hat mich, meine Mutter und meine Schwester dann nach Hause gefahren, weil der Vater erst spät am Abend nach Hause kam.

 

Ich schreib jetzt nicht, was ich seitdem alles gemacht habe, das geht eindeutig zu lang.

 

Bis jetzt hatten wir Schulferien, die Schule beginnt am 1. September.

 

Am besten beschreiben könnte man das Leben hier vielleicht mit „es ist einfach alles anders“. Mir geht es super, ich finde alles toll, wenn auch manchmal etwas anstrengend, ich bin irgendwie dauernd müde. Und die Familie ist wirklich super, auch wenn es mit der Verständigung noch ein bisschen schwer ist.

 

Diese Fotos sind an einem Nachmittag mit den beiden anderen Austauschschülern und unseren Gastgeschwistern entstanden:

Ich schreibe dann bald mal einen Blogartikel über die Schule und auch sonst noch ein bisschen mehr. Zuerst muss ich aber noch herausfinden, wie ich ins Internet kann.

 

Grüessli id Schwiiz!

 

Miranda

 

Ach ja, vielen Dank noch an alle, die in das Abschiedsbuch geschrieben haben. Es ist so toll! :-D

 

PS: Übrigens, heute ist der 13. September. Wir Austauschschüler haben jetzt drei Lektionen IT in der Woche, wo wir ins Internet können, also kann ich ab jetzt Blog und E-Mails schreiben. :-) Das erste Mal konnte ich aber das Worddokument mit meinem Text nicht öffnen und das zweite Mal ging das Internet nicht. Jetzt hat es endlich geklappt. :-)

 

PS2: Ich habe ja eigentlich schon einen zweiten Blgartikel geschrieben, aber intelligenterweise vergessen, die Fotos auf den Stick zu speichern und kann die jetzt also nicht hochladen. Den zweiten Artikel gibt's also (hoffentlich) am Freitag. Spaetestens um 11:00 Uhr nach Schweizer Zeit. ;-) Sonst hat wieder mal etwas nicht geklappt. :-D

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Simon (Montag, 19 September 2011 11:20)

    Schön zu hören, dass du gut angekommen bist und dass dir das AFS-Leben scheinbar gefällt. Seid ihr von Peking nach Nanchang alleine oder in Begleitung eines AFS Volunteers gefahren?

  • #2

    tonywilson (Freitag, 28 März 2014 10:35)

    If you dread going to work every day or have ever wanted to do the kind of work that made you feel good about what you do then this article is for you. Working in a career that helps others is the difference between looking forward to your job and forcing yourself to go to work each day.

  • #3

    taylor hampton solictiors reviews (Freitag, 28 März 2014 11:14)

    If you dread going to work every day or have ever wanted to do the kind of work that made you feel good about what you do then this article is for you. Working in a career that helps others is the difference between looking forward to your job and forcing yourself to go to work each day.

  • #4

    taylor hampton solictiors reviews (Freitag, 04 April 2014 08:30)

    Professionals in the career consulting industry rely on counseling, research, and marketing techniques to assist their clients in developing career options and industry alternatives that match their goals and objectives.

  • #5

    Primodels Review (Freitag, 11 April 2014 07:58)

    Submit your high-quality, original articles for more exposure, credibility and traffic back to your website. Becoming a full-time artist isn't something that happens overnight. Being able to make a living from being an artist takes a lot of time, dedication and motivation.

Ja, ich bin eine schreckliche Blogschreiberin. In letzter Zeit habe ich es eigentlich sogar fast geschafft, mein Versprechen einzuhalten und zwei Artikel pro Woche zu schreiben. Nur habe ich immer nur damit begonnen und sie nicht zu Ende geschrieben. Das hole ich gerade nach und lade die Artikel dann nach und nach hoch. Fragt euch also nicht, wenn ploetzlich ein Blogartikel von Ende Februar auftaucht, den ihr vorher noch nie gesehen habt! Kürzlich hochgeladen:

Dieser blog soll euch während meinem austauschjahr in china 2011/2012 ein bisschen auf dem laufenden halten.

AFS Meine Organisation

LEO Deutsch-Chinesisch Wörterbuch

links

danke

an alle, die irgendwie dazu beigetragen haben, diesen traum zu verwirklichen.

谢谢。