getrocknet

Eigentlich bin ich ja daran, einen Blogartikel über die Schule zu schreiben. Aber nachdem ich heute Abend mehr als 1000 Wörter geschrieben habe und das Gefühl habe, dass ich immer noch erst am Anfang bin, gebe ich es für heute einmal auf und schreibe dann ein anderes Mal weiter. Und vor allem muss ich sowieso noch Fotos von der Schule machen. Also geht es noch ein bisschen mit diesem Artikel. In der Zwischenzeit als kurzes Lebenszeichen dieser Blogartikel.

Es geht mir gut. Viel Spannendes ist wirklich nicht passiert. Ausser vielleicht, dass wir am Sonntag endlich auf der Post waren und ich meine Briefe abschicken konnte.

Und nachher sind wir auf die Bank gegangen. Also zuerst auf die Bank of China, danach ein bisschen die Strasse runter zu einer anderen Bank (welche, weiss ich jetzt auch nicht mehr). Dabei sind wir noch an mindestens zwei anderen Banken vorbeigelaufen. Und es war wirklich nicht weit, viel mehr war nicht mehr dazwischen. In China gibt es extrem viele Banken, irgendwie. Und danach sind wir wieder zurück zur Bank of China gelaufen, mit meiner Tasche voll Geld. Geldbündel voller Banknoten. Den grössten Banknoten, natürlich. Oh Gott. :-D (Ja, warum auch nicht 70‘000 Yuan vom einen zum anderen Konto in bar verschieben? Hier macht man sowieso noch viel mehr mit Bargeld, glaube ich. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es gar keine Rechnungen gibt. Also so mit Einzahlungsscheinen, wie bei uns. Wie auch, wenn man nicht mal einen Brief nach Hause schicken kann?) Naja, bei uns hätte es nur 7 Banknoten gebraucht, in China eben 700. Die grösste Banknote ist 100 Yuan wert, das sind nicht ganz 10 Franken. Das ist so, damit es sich ein bisschen weniger lohnt, die zu fälschen, glaube ich. Falschgeld gibt es hier nämlich ziemlich viel, deshalb schauen die Verkäuferinnen die Banknoten auch immer sehr genau an, wenn sie nicht sogar eine Maschine haben. (Auf der Bank haben sie natürlich die Maschinen. Bis die Bankangestellte jedes der Bündel zweimal nacheinander durch die Maschine gebracht hat, ohne dass die einen Fehler anzeigte, ist auch ziemlich Zeit vergangen…) Das Geld ist hier aber auch mehr Wert, also die meisten Sachen sind sehr viel billiger als bei uns. Die kleinste Banknote ist 1 Yuan. Wobei es das auch als Münze gibt. Und eigentlich gibt es auch noch kleinere Noten, aber die sehen dann ganz anders aus. (Das ist sowieso kompliziert. Es gibt neues und altes (das natürlich auch noch gültig ist, es aber praktisch nirgends mehr gibt) Geld und die Hälfte noch als Note und Münze und dann gibt es noch die ganz kleinen Beträge, die es bei uns auch nicht gibt… Es gibt also ganz viel verschiedenes Geld). Ich hatte jetzt eigentlich wirklich nicht vor, einen Blogartikel über chinesisches Geld zu schreiben. Tja.

Ich habe heute ein paar Fotos gemacht, von den Chilischoten, die vor unserem Fenster (Das ist kein Fensterbrett, sondern ein Gestell oder so, wo man auch Wäsche aufhängen kann. Oder eben einen Korb voll Chilischoten trocknen. Oder ein Brett darauflegen, dann ist es nachher ein Fensterbrett. Und darauf kann man dann die Blumentöpfe stellen. :-D) am trocknen sind. Heute hat nämlich die Sonne geschienen und es war verdammt heiss. Ich bin am Nachmittag in T-Shirt, kurzen Hosen und Flipflops in die Schule gelaufen. Und mir ein bisschen komisch vorgekommen, neben meiner Schwester, die ein langärmliges Shirt und lange Jeans anhatte. Ich weiss echt nicht, wie die Chinesen das aushalten. Und es ist ja nicht so, dass sie dieses Wetter kalt finden, die finden es genauso heiss. Ich habe jedenfalls trotzdem noch geschwitzt. Wie warm es war, weiss ich wieder einmal nicht. Aber gestern Abend bin ich mit meinen Gasteltern spazieren gegangen (Habe ich schon einmal geschrieben, dass Nanchang am Abend total schön ist?), und am einen Hochhaus am See war ein riesiger, leuchtender Thermometer. Von oben bis unten, über die ganze Fassade. Der Thermometer hat 35 °C angezeigt, um 21:00 Uhr. Glaube ich… (Hm, doch, stimmt schon. Es war nämlich etwas mit 5, und 25 war es nicht :D) Ob es wirklich so warm war, weiss ich nicht, aber es war auf jeden Fall viiiel zu warm in den Jeans. Kalt war es übrigens nur zwei Tage oder so, danach war es richtig angenehm mit langen Hosen und einem Pullover. Dann wurde es noch wärmer und seit gestern ist es wieder heiss. Aber solange ich kurze Hosen anziehen kann, finde ich das wunderbar. (Schneit es bei euch schon? :-P)

Morgen muss ich nur am Nachmittag schnell zwei Stunden in die Schule, weil alle anderen Schüler zwei Tage lang Prüfungen haben. Die Armen.

Und am 1. Oktober ist Nationalfeiertag, danach sind die 10-tägigen Ferien, die an unserer Schule 3 Tage dauern, vielen Dank auch. Ich schreibe dann wieder, falls wir da etwas Interessantes machen. Und der Blogartikel über die Schule kommt auch irgendwann noch, versprochen!

 

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Ja, ich bin eine schreckliche Blogschreiberin. In letzter Zeit habe ich es eigentlich sogar fast geschafft, mein Versprechen einzuhalten und zwei Artikel pro Woche zu schreiben. Nur habe ich immer nur damit begonnen und sie nicht zu Ende geschrieben. Das hole ich gerade nach und lade die Artikel dann nach und nach hoch. Fragt euch also nicht, wenn ploetzlich ein Blogartikel von Ende Februar auftaucht, den ihr vorher noch nie gesehen habt! Kürzlich hochgeladen:

Dieser blog soll euch während meinem austauschjahr in china 2011/2012 ein bisschen auf dem laufenden halten.

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an alle, die irgendwie dazu beigetragen haben, diesen traum zu verwirklichen.

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